Praxisleitfaden Sichtbarer Text und Name

Buttonnamen mit dem sichtbaren Text abstimmen

Erkennen Sie widersprüchliche Beschriftungen und korrigieren Sie den zugänglichen Namen.

label-content-name-mismatchWCAG 2.5.3

Sehen Sie, was sich durch die Korrektur ändert.

Beispiel im Prüfbericht
Markierter Befund · Kritisch · WCAG 2.5.3„Stimme öffnen“ heißt „Partitur schließen“

Befund verstehen

Ein Button, zwei verschiedene Aktionen

Im Kopistenblatt steht „Stimme öffnen“ auf dem Button. Sein aria-label überschreibt diesen Text für assistive Technik mit „Partitur schließen“. Die Regel label-content-name-mismatch meldet den fehlenden sichtbaren Text im berechneten Namen.

Warum das relevant ist

Wer den Button per Sprache mit „Stimme öffnen“ ansprechen möchte, kann am abweichenden Namen scheitern. Auch die Screenreader-Ausgabe bezeichnet hier eine andere Handlung als die sichtbare Beschriftung.

Befund im BeispielErkannter Befund

Scanner-Signal

.ariosti-eingaben button: „Stimme öffnen“ fehlt im zugänglichen Namen „Partitur schließen“.

Regel
label-content-name-mismatch
Referenz
WCAG 2.5.3
Namensvergleich vor der Korrektur
Sichtbar: Stimme öffnen
Zugänglicher Name: Partitur schließen
Namensquelle: aria-label
Ergebnis: sichtbarer Text nicht enthalten

Sichtbaren und hinterlegten Text zusammen pflegen

Getrennte Textquellen können bei Änderungen auseinanderlaufen. Prüfen Sie jede Verwendung nach Text- oder Übersetzungsänderungen.

Illustratives Beispiel · Abweichende Button-Namen
Gemeinsamer UrsprungButton mit ARIA-LabelDie konkrete Verwendung entscheidet mit.
  • Kopistenblatt Befund im Beispiel
  • Stimmenübersicht Befund im Beispiel
  • Partiturübersicht Ohne diesen Befund im Beispiel

Nach der Änderung erneut prüfenVergleichen Sie sichtbaren Text, berechneten Namen und tatsächliche Aktion.

Schematische Zuordnung, kein Scanergebnis. „Ohne diesen Befund“ sagt nichts über andere Barrieren aus.

Welche Beschriftung soll gelten?

Klären Sie die tatsächliche Aktion, bevor Sie den Namen ändern.

Lehrskizze · keine ScanneraufnahmeEin sichtbarer Text, derselbe Name

Die Lehrskizze vergleicht die Namensquellen des vorhandenen Buttons. Nur der abweichende ARIA-Text wird angeglichen; die Aktion ist separat zu prüfen.

Ausgangsbeispiel
Sichtbare Darstellung · Button im KopistenblattStimme öffnen
Zugängliche EbenePartitur schließen
aria-label wird an den Buttontext angeglichen
Korrekturbeispiel
Sichtbare Darstellung · Button im KopistenblattStimme öffnen
Zugängliche EbeneStimme öffnen
Passende Umsetzung auswählen
  • Der sichtbare Text beschreibt die Aktion

    Der Button soll eine Stimme öffnen; nur der hinterlegte ARIA-Name ist veraltet.

    Passende Umsetzung

    Gleichen Sie den Namen an „Stimme öffnen“ an. Genau diese Korrektur zeigt das Beispiel.

  • Der Button braucht kein eigenes ARIA-Label

    Sein sichtbarer Text ist bereits vollständig und verständlich.

    Passende Umsetzung

    Entfernen Sie ein unnötiges aria-label, damit der native Button seinen Namen aus dem Text erhält.

  • Zusätzlicher Kontext ist erforderlich

    Mehrere Buttons tragen denselben sichtbaren Text und benötigen eine Unterscheidung.

    Passende Umsetzung

    Behalten Sie den vollständigen sichtbaren Text im Namen, möglichst am Anfang, und ergänzen Sie danach den nötigen Kontext.

Fundstelle zuordnen

Der Button im vollständigen Kopistenblatt

Überschrift, Erläuterung und Eingabefelder zeigen den Zusammenhang des Stimmenverzeichnisses. Die Markierung grenzt den betroffenen Button ein.

Der Befund„Stimme öffnen“ heißt „Partitur schließen“

„Stimme öffnen“ steht unten links neben der Instrumentenauswahl. Der abweichende Name „Partitur schließen“ ist im Bild unsichtbar; der Namensvergleich im Befund macht ihn überprüfbar.

Beispiel im Prüfbericht Markierter Befund
Markierter Befund · Kritisch · WCAG 2.5.3„Stimme öffnen“ heißt „Partitur schließen“

Namen korrigieren

Das vorhandene aria-label angleichen

Die Beispielkorrektur ersetzt „Partitur schließen“ durch „Stimme öffnen“. Buttontext und Darstellung bleiben gleich. Der zugängliche Name enthält jetzt denselben Wortlaut.

Was sich im Code ändert

Die geänderte Stelle im Beispiel. Unveränderter Anfang und Schluss sind hier ausgeblendet.

Entfällt
Partitur schließen
Kommt hinzu
Stimme öffnen

Im CMS oder Komponenteneditor Suchen Sie beim betroffenen Button nach „ARIA-Label“ oder „Zugänglicher Name“. Stimmen Sie diesen Wert mit der sichtbaren Beschriftung ab und kontrollieren Sie das veröffentlichte HTML.

Vollständigen Code vergleichen
KorrekturvergleichHTML des betroffenen Buttons

Vorher

<button aria-label="Partitur schließen">
  Stimme öffnen
</button>

Nachher

<button aria-label="Stimme öffnen">
  Stimme öffnen
</button>

Markierte Zeilen wurden geändert

Im Projekt umsetzen

Beschriftungen gemeinsam pflegen

Vermeiden Sie getrennte Texte, die bei Änderungen auseinanderlaufen.

  1. 1

    Prüfen Sie im Accessibility-Bereich der Browserwerkzeuge den berechneten Namen und seine Quelle.

  2. 2

    Kontrollieren Sie auch aria-labelledby: Referenzierte Texte können den Namen anstelle von aria-label bestimmen.

  3. 3

    Leiten Sie sichtbaren Text und einen notwendigen ARIA-Namen aus derselben Übersetzung ab.

  4. 4

    Prüfen Sie dynamische Zustände wie „Öffnen“ und „Schließen“ jeweils nach dem Wechsel.

Fehlkorrekturen vermeiden

Was den Widerspruch nicht zuverlässig beseitigt

Nur ähnliche Wörter verwenden

„Noten anzeigen“ mag inhaltlich passen, enthält aber nicht die sichtbare Beschriftung „Stimme öffnen“. Verwenden Sie deren Wortlaut.

Die Ergänzung in eine Beschreibung schreiben

aria-describedby ergänzt eine Beschreibung. Es repariert den abweichenden zugänglichen Namen nicht.

Den sichtbaren Text für die Prüfung verstecken

Die sichtbare Beschriftung hilft Menschen bei der Bedienung. Beheben Sie den widersprüchlichen Namen an seiner Quelle.

Die tatsächliche Funktion übergehen

Zwei übereinstimmende Namen können dieselbe falsche Aktion beschreiben. Kontrollieren Sie zusätzlich, was der Button wirklich auslöst.

Der sichtbare Text ist jetzt im Namen enthalten

Axe meldet nach der Korrektur einen Pass für label-content-name-mismatch am selben Button. Der Namensvergleich lautet auf beiden Seiten „Stimme öffnen“; der Bildausschnitt bleibt optisch unverändert.

Ihre eigene Nachprüfung

Die Markierungen gelten nur für Ihre Selbstkontrolle. Sie ändern den dokumentierten Beispielbefund nicht und werden nicht gespeichert.

0 von 3 Punkten für Ihre Nachprüfung markiert.

Der Nachweis gilt für diese Regel an diesem Button. Weitere absichtliche Fehler im Kopistenblatt und die tatsächliche Öffnungsfunktion sind damit nicht geprüft.

Beispiel im Prüfbericht Gelöst
GelöstButtonname an den sichtbaren Text angeglichenAxe bestätigt für label-content-name-mismatch einen Pass am selben Button: „Stimme öffnen“ ist vollständig im Namen enthalten.
Namensvergleich nach der Korrektur
Sichtbar: Stimme öffnen
Zugänglicher Name: Stimme öffnen
Namensquelle: aria-label
Ergebnis: sichtbarer Text vollständig enthalten

Prüfgrenzen kennen

Namensvergleich automatisieren, Bedienung prüfen

Der Scan erkennt hier einen Textwiderspruch. Die passende Handlung und praktische Bedienbarkeit benötigen zusätzliche Prüfung.

Automatisch prüfbar

  • Abweichungen zwischen sichtbarem Text und ARIA-Namen an unterstützten Bedienelementen erkennen
  • Die betroffene Fundstelle mit Selektor und Kontextbild zuordnen
  • Die korrigierte Namensübereinstimmung am selben Element erneut testen

Im Kontext zu entscheiden

  • Bestätigen, dass „Stimme öffnen“ die tatsächliche Aktion beschreibt
  • Die Bedienung mit Sprachsteuerung und die Screenreader-Ausgabe prüfen
  • Beschriftungen in weiteren Sprachen, Zuständen und als Bild dargestellte Texte beurteilen

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Technische WCAG-Warnsignale erkennen. Kritische Stellen zuerst prüfen.

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Ein letzter Schritt

Prüfen, bevor Sie gehen.

Finden Sie automatisch erkennbare Barrieren auf Ihrer eigenen Website.

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Kostenlos starten · keine Installation

Automatisches Screening. Tastaturbedienung und Screenreader bleiben manuelle Prüfung.