Praxisleitfaden Textalternativen für Einbettungen
Eingebettete Objekte verständlich benennen
Erkennen Sie namenlose Einbettungen und prüfen Sie die passende Textalternative.
object-altWCAG 1.1.1
Sehen Sie, was sich durch die Korrektur ändert.
Zuletzt geprüft: Permalink: https://spanier.one/wcag-object-alt.html
Befund verstehen
Die sichtbare Stadtansicht bleibt unbenannt
Das Stadtrundgang-Register zeigt eine eingebettete Illustration mit Türmen und Wasserlauf. Das object besitzt weder aria-label noch aria-labelledby oder title. Überschrift und Begleittext erklären den Abschnitt sichtbar, sind aber nicht als Name mit dem Objekt verbunden.
Warum das relevant ist
Menschen, die mit einem Screenreader zwischen eingebetteten Inhalten navigieren, erhalten an diesem Objekt keine eindeutige Bezeichnung. Seine Aufgabe ist damit schwerer zu erkennen.
Scanner-Signal
object-alt meldet .town-object-illustration ohne zugänglichen Namen.
- Regel
object-alt- Referenz
- WCAG 1.1.1
Diagnose vor der Korrektur
Element: .town-object-illustration
Sichtbarer Inhalt: Stadtansicht mit Türmen und Wasserlauf
aria-label: fehlt
aria-labelledby: fehlt
title: fehlt
object-alt: VerstoßWas muss die Alternative vermitteln?
Bestimmen Sie zuerst, welche Information oder Bedienung die Einbettung bereitstellt.
Die Lehrskizze trennt sichtbare Illustration und zugängliche Benennung. Das Objekt sieht vor und nach der Reparatur gleich aus; erst aria-label gibt ihm einen Namen.
Passende Umsetzung auswählen
Fundstelle zuordnen
Die Einbettung ist sofort erkennbar
Der Ausschnitt zeigt die sichtbare Stadtillustration zusammen mit ihrer Überschrift und der kurzen Beschreibung. Die Markierung liegt direkt auf dem geladenen object, nicht auf einem leeren Platzhalter.
Die Türme und der Wasserlauf sind für sehende Personen unmittelbar verständlich. Im Accessibility Tree fehlt dem äußeren object trotzdem ein Name. Genau diese unsichtbare Lücke weist der Befund nach.
Einbettung korrigieren
Den Namen direkt am Objekt ergänzen
Ergänzen Sie aria-label am vorhandenen object. Der Name fasst Motiv und Kontext der sichtbaren Illustration knapp zusammen. Die SVG-Datenquelle bleibt unverändert; im Codepaar ist die Daten-URL nur zur Lesbarkeit gekürzt.
Was sich im Code ändert
Die geänderte Stelle im Beispiel. Unveränderter Anfang und Schluss sind hier ausgeblendet.
- Kommt hinzu
aria-label="Stilisierte Stadtansicht von Bräunlingen mit Türmen und Wasserlauf"
Im CMS oder Template Prüfen Sie den erzeugten Einbettungscode. Ein Dateititel in der Medienverwaltung hilft nur, wenn das Template ihn als zugängliche Beschriftung am object ausgibt.
Vollständigen Code vergleichen
Vorher
<object class="town-object-illustration"
type="image/svg+xml"
data="data:image/svg+xml,…"></object>Nachher
<object class="town-object-illustration"
type="image/svg+xml"
data="data:image/svg+xml,…"
aria-label="Stilisierte Stadtansicht von Bräunlingen mit Türmen und Wasserlauf"></object>Markierte Zeilen wurden geändert
Umsetzung absichern
Beschriftung und eingebetteten Inhalt gemeinsam prüfen
Eine verlässliche Einbettung braucht mehr als ein ausgefülltes Attribut.
- 1
Benennen Sie den konkreten Gegenstand oder Zweck. „Objekt“ und ein technischer Dateiname unterscheiden mehrere Einbettungen kaum.
- 2
Verwenden Sie bei aria-labelledby eine vorhandene, eindeutige ID mit nicht leerem Text.
- 3
Prüfen Sie, ob die Einbettung selbst lädt und mit der vorgesehenen assistiven Technik zugänglich bleibt.
- 4
Bieten Sie bei umfangreichen Dokumenten eine zugängliche Fassung an. Halten Sie deren Inhalt mit der eingebetteten Version synchron.
- 5
Testen Sie einen ergänzten Fallback auch bei nicht geladenem Medium: Inhalt zwischen den object-Tags wird gewöhnlich erst dann angezeigt.
Fehlversuche vermeiden
Was den Befund nicht zuverlässig behebt
alt vom Bild übernehmen
Das alt-Attribut ist nicht der passende Beschriftungsweg für object. Verwenden Sie einen unterstützten Namen, etwa aria-label oder aria-labelledby.
Nur Fallback-Text einsetzen
Text zwischen den object-Tags kann bei nicht geladenem Medium helfen. Er ersetzt den von object-alt geprüften Namen des geladenen Objekts nicht.
Inhalt pauschal als dekorativ markieren
role="none" oder role="presentation" kann den Regeltest passieren. Für eine informative Registerkarte wäre das keine passende Reparatur.
Den Namen mit vollständigem Zugang verwechseln
Ein benanntes PDF oder interaktives Objekt kann weiterhin unlesbar oder unbedienbar sein. Prüfen Sie die eingebettete Ressource gesondert.
Der Name ist vorhanden, der Regelbefund behoben
Am selben object meldet Axe nach der Ergänzung einen bestandenen object-alt-Test. Der geprüfte Name beschreibt die sichtbaren Türme und den Wasserlauf. Die Illustration bleibt unverändert.
So prüfen Sie die Korrektur nach
- Kontrollieren Sie aria-label im ausgelieferten HTML der veröffentlichten Seite.
- Führen Sie object-alt erneut aus und ordnen Sie das Ergebnis demselben Objekt zu.
- Prüfen Sie mit einem Screenreader, ob der Name beim Erreichen der Einbettung verständlich ausgegeben wird.
- Öffnen und bedienen Sie den eingebetteten Inhalt sowie eine angebotene Alternative.
Bestätigt ist die Reparatur dieser Benennung. Die Aufnahme belegt weder das Laden der eingebetteten Registerkarte noch vollständige Barrierefreiheit des Registerabschnitts.
Diagnose nach der Korrektur
Element: .town-object-illustration
aria-label: Stilisierte Stadtansicht von Bräunlingen mit Türmen und Wasserlauf
object-alt: bestanden
Darstellung: unverändert
Zugänglichkeit des eingebetteten SVG: separat prüfenPrüfgrenzen kennen
Automatisch finden, im Nutzungskontext bewerten
Der Scanner untersucht die technische Beschriftung des object im gerenderten Dokument.
Automatisch prüfbar
- Ein object ohne unterstützte Textalternative erkennen
- Die betroffene Einbettung über Selektor und Ausschnitt zuordnen
- Die Beschriftung nach einer Änderung erneut prüfen
Im Kontext zu entscheiden
- Bewerten, ob der Name Zweck und Inhalt treffend beschreibt
- Ladeverhalten, Screenreader-Ausgabe und Tastaturbedienung der Einbettung prüfen
- Gleichwertigkeit und Erreichbarkeit einer ausführlichen Alternative beurteilen